angelehnt an das Münchener Modell
(Dauer: ca. 6 - 8 Wochen)
Vorbereitungsphase
Vorgespräch:
Abläufe, Erklärung des Eingewöhnungskonzeptes, Gewohnheiten/ Besonderheiten des Kindes,
Planung der Eingewöhnung, Einstellungen/ Erwartungen
→ Austausch zwischen Eltern und Erzieherin, gegenseitige Information
Kennenlernphase (1. Woche bis einschließlich Montag)
Schnupperwoche:
- unterschiedliche Tagesphasen erkunden, Alltag erleben
- Kind kommt mit Bezugsperson ca. 1 Std täglich in die Einrichtung (immer bis Montag!)
- Eltern aktiv, Erzieher passiv
- kein Druck, Kind entscheidet selbst
→ langsamer Gewöhnungs- und Annäherungsprozess
Sicherheitsphase (2. Woche bis einschließlich Montag)
Eltern werden passiver, Erzieher werden zunehmend aktiver
→ Beziehungsaufbau, Kontakt zu anderen Kindern
Vertrauensphase (ab der 3. Woche)
erster Trennungsversuch
je nach Reaktion des Kindes verlängern/ kürzen
→ Die Eingewöhnung ist dann abgeschlossen, wenn sich das Kind in seiner neuen Umgebung sicher und wohl fühlt und Vertrauen zu seinen neuen Bezugspersonen entwickelt hat.
Phase der gemeinsamen Reflexion und Auswertung
Abschlussgespräch:
Rückblick, Ist- Stand, Absprachen
→ Austausch zwischen Eltern und Erzieherin, gegenseitige Information
WICHTIG
- Nach Möglichkeit sollte nur ein Elternteil das Kind konstant während der Eingewöhnungsphase begleiten.
- Regelmäßigkeit ist Grundlage für eine gute Eingewöhnung. Krankheitszeiten, Wochenende oder Ferien können immer wieder Schritte zurück bedeuten bzw. die Eingewöhnung verlängern.
- Die Kinder brauchen ausreichend Zeit, um sich an den neuen Tagesablauf, andere Bezugspersonen, die vielen anderen Kinder und die fremde Umgebung zu gewöhnen.
- Unser Modell ist nicht als „Rezept“ zu verstehen. Jede Eingewöhnung verläuft ganz individuell und wird von zahlreichen Faktoren beeinflusst - wie dem Alter und dem Entwicklungsstand des Kindes, von bereits vorhandenen Trennungserfahrungen, den zeitlichen Ressourcen der Eltern und natürlich von den Rahmenbedingungen der jeweiligen Einrichtung. Wir versuchen daher immer flexibel zu reagieren und situationsorientierte und konstruktive Lösungen zu finden.
Ausführliche Informationen dazu siehe Konzeption „4. Übergänge des Kindes im Bildungsverlauf“